Christoph Winkler

Choreografie

Christoph Winkler, geboren in Torgau in der ehemaligen DDR, zählt zu den vielseitigsten Choreografen Deutschlands. In unterschiedlichen Formaten setzt er sich sowohl mit persönlichen Themen als auch mit politischen Fragestellungen auseinander. Erste Berührungen mit Tanz hatte er durch Breakdance, bevor er zur Ausbildung an die Staatliche Ballettschule Berlin ging. In den neunziger Jahren performte er in Technoclubs und Musikvideos von MTV. Anschließend studierte er Choreografie an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst-Busch“. Seit 1998 arbeitet er als freischaffender Choreograf in Berlin und wurde schnell für seinen innovativen Tanzstil, streng komponierte und diskursive Tanzdramen bekannt. In seinen Choreografien bedient er sich Elementen aus Urban und Contemporary Dance und vermag es, gesellschaftliche Diskurse mit Zitaten aus der Popkultur sinnstiftend zu kombinieren. Seine Werke wurden auf zahlreichen Festivals gezeigt. 2014 erhielt er für „Das wahre Gesicht“ den FAUST Preis des Deutschen Bühnenvereins in der Kategorie „Beste Choreografie“. Nachdem er sich 2015 in dem Solo für eine Tänzerin „La Fille – Portrait eines Kindes“ bereits mit Kindheitsbildern auseinandersetzte, ist „Routinen. Brave Kinder tanzen nicht“ seine erste Arbeit explizit für ein junges Publikum.