Brigitte Maria Bertele

Brigitte Maria Bertele wurde am 4. Juli 1974 in Ulm geboren. Von 1993 bis 1997 absolvierte sie ein Schauspielstudium an der Akademie für darstellende Kunst in ihrer Heimatstadt. 1997 besuchte sie daneben die Masterclass Schauspiel an der Russischen Akademie für Theaterkunst GITIS in Moskau sowie die Masterclass Filmschauspiel am Graduate Acting Department der New York University. Ihre ersten Engagements als Schauspielerin führten Brigitte Maria Bertele an die Theater in Eisenach, Neustrelitz und Dresden. Von 2002 bis 2008 schloss die Schauspielerin ein Regiestudium an der Filmakademie Ludwigsburg an. 2007 machte sie zunächst mit der Dokumentation „Roaming around“ über die Straßenkinder von Accra auf sich aufmerksam. Danach ging sie für ein Jahr an die Universidad del Cine in Buenos Aires. Im Sommer 2007 begannen die Dreharbeiten für Brigitte Maria Berteles ersten Langfilm „Nacht vor Augen“. Der Film über einen jungen Soldaten, der nach seinem Einsatz in Afghanistan in sein beschauliches Heimatdorf nach Deutschland zurückkehrt und sich dort, traumatisiert vom Erlebten, immer weiter von Freunden und Familie entfernt, lief erfolgreich auf vielen Festivals und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Brigitte Maria Bertele wirkte an dem Fernsehprojekt „24h Berlin – Ein Tag im Leben“ mit und drehte den Dokumentarfilm „Berggorillas – Ugandas sanfte Riesen“ (beide 2009). 2011 inszenierte sie mit „Der Brand“ über die Folgen einer Vergewaltigung den zweiten Langfilm, für den sie unter anderem das „Eberhard-Fechner-Förderstipendium der VG Bild-Kunst“ im Rahmen der Grimme-Preis-Verleihung 2012 bekam. Wie bereits „Nacht vor Augen“ entstand auch „Der Brand“ nach einem Buch von Johanna Stuttmann.

Die Arbeiten der Regisseurin Brigitte Maria Bertele wurden mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen bedacht. Darunter der „Premio OFF Docúpolis“ beim Festival Internacional Documental de Barcelona für „Roaming Around“ im Jahr 2007. Für ihr Langfilm-Debüt „Nacht vor Augen“ bekam Bertele unter anderem den First Steps Award, den DEFA-Förderpreis, den NDR-Filmpreis – Beste Nachwuchsregie, den Bernhard-Wicki-Preis (alle 2008) sowie 2009 den Preis der Deutschen Filmkritik. Beim World Film Festival Montreal erhielt sie 2011 den Preis für die „Beste Regie“ für „Der Brand“. 

 

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