Kinder- und Jugendtheater fordern "Stärkung der Kinder- und Jugendtheater in Berlin" als Teil des Koalitionsvertrags

Presseinformation

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Arbeitskreis der Berliner Kinder- und Jugendtheater hat am 18. September einen Offenen Brief an die Berliner Politik geschickt, mit der Aufforderung, die Stärkung der Kinder- und Jugendtheater in Berlin in den zukünftigen Koalitionsvertrag aufzunehmen.

Zu diesem Arbeitskreis gehören

ATZE Musiktheater | GRIPS Theater | Theater an der Parkaue | Theater o.N. | Theater Strahl. 

Das Anschreiben und den Offenen Brief im Wortlaut finden Sie im Anhang und untenstehend. Bei Fragen vermitteln wir Ihnen gerne den Kontakt zu den Vertreterinnen und Vertreter einer der Theater. 

ANSCHREIBEN:

Mit unserem offenen Brief möchten wir die Berliner Politik - Bündnis 90/Die Grünen, CDU, FDP, Die Linke, SPD - auffordern, die lebendige und vielfältige Kinder- und Jugendtheater-Landschaft der Stadt mit einer soliden lebenswichtigen Grundfinanzierung auszustatten, sowie entscheidende Impulse für deren Zukunft zu setzen.

Mit freundlichen Grüßen,

ATZE Musiktheater, Thomas Sutter

GRIPS Theater, Philipp Harpain & Volker Ludwig

Theater an der Parkaue, Kay Wuschek & Jürgen Lautenschläger 

Theater o.N. für den Runden Tisch der freien Kinder- und Jugendtheater (LAFT Berlin), 

Vera Strobel & Dagmar Domrös

Theater Strahl, Wolfgang Stüßel

Offener Brief der Kinder- und Jugendtheater an die Politik vom 18.9.2016: Kinder- und Jugendtheater Berlins strukturell und finanziell stärken!

Sehr geehrte Politikerinnen und Politiker in Berlin,

der Wert der Kultur für Kinder- und Jugendliche für die Persönlichkeitsbildung, für soziales Empfinden, Kreativität, Zusammenarbeit, Entwicklung von Kommunikationsfähigkeit und Ausbildung von Akzeptanz und Toleranz ist unstrittig.
Bei den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen ist es daher von großer Bedeutung Kinder– und Jugendkultur besonders zu stärken.

In Berlin gibt es ca. 80 Kinder- und Jugendtheater. Diese Vielfalt ist bundesweit einzigartig. Junge Menschen aller gesellschaftlichen Schichten treffen hier aufeinander und erfahren – häufig zum ersten Mal – kulturelle Teilhabe in unserer Stadt. Die Kinder- und Jugendtheater sind gelebte Integration: Auf und vor der Bühne spiegeln sich die gesellschaftlichen Realitäten wieder, es werden Werte vermittelt, Fragen gestellt, Lösungsansätze präsentiert, ästhetische Experimente gemacht, Wagnisse eingegangen. Diese lebendige, ästhetisch vielfältige und gesellschaftlich wichtige Kinder-und Jugendtheaterlandschaft ist in Gefahr.

Es bedarf der soliden Grundsicherung der einzelnen Theater sowie der Entwicklung von Konzepten:

um finanzielle Anreize zu bieten, junge Künstler*innen für das Kinder- und Jugendtheater zu gewinnen,

um strukturelle Möglichkeiten zu schaffen Produktionen in allen Berliner Stadtteilen zu entwickeln und zu präsentieren,

um Ansätze der kulturellen Teilhabe für junge „Neuberliner*innen“ (Geflüchtete) auszubauen und umzusetzen,

um Bedingungen zu schaffen, die dem Kinder und Jugendtheater als eigenständiger und gleichberechtigter Kunstform gerecht werden, um die Kinder- und Jugendtheater nicht nur als Zusatz der kulturellen Bildung oder als Instrument der Akquise für die Zuschauer*innen von Morgen erscheinen zu lassen.

Der Arbeitskreis der Kinder- und Jugendtheater hatte sich gegründet, um mit der Bildungsverwaltung erfolgreiche Wege für eine gesicherte Zuschauerfinanzierung durch den Jugendkulturservice zu finden und war ein geschätzter Partner in der erfolgreichen Stabilisierung des Ermäßigungsverfahrens. Er bietet seine Mitwirkung an der Entwicklung von Visionen und Konzepten für eine lebendige Kinder-und Jugendtheaterlandschaft Berlins an. Hier bietet sich die Chance Modelle zu erarbeiten, die national und international beispielgebend für zukunftsweisendes Kinder- und Jugendtheater sind.

Als Grundlage für eine künftige politische Ausrichtung bitten wir Sie, sich bei den demnächst möglichen Koalitionsverhandlungen für eine strukturelle und finanzielle Stärkung der Berliner Kinder- und Jugendtheater einzusetzen und diesen Schwerpunkt schon im Koalitionsvertrag festzuschreiben oder andernfalls in der Opposition zu vertreten.

Mit freundlichen Grüßen,

ATZE Musiktheater, Thomas Sutter

GRIPS Theater, Philipp Harpain & Volker Ludwig

Theater an der Parkaue, Kay Wuschek & Jürgen Lautenschläger 

Theater o.N. für den Runden Tisch der freien Kinder- und Jugendtheater (LAFT Berlin), Vera Strobel & Dagmar Domrös

Theater Strahl, Wolfgang Stüßel

Susanne Galle I Theater an der Parkaue I www.parkaue.de

Tel: 030 - 55 77 52 -20 I Mobil: 0186 43 68 85 09 I E-Mail: susanne.galle@parkaue.de