Die Verwandlung
14+

von Franz KafkaEine Koproduktion von Junges Staatstheater a. d. Ruhr mit dem FFT Düsseldorf

Gregor Samsa, der eines Morgens als „Ungeziefer“ erwacht, erkennt sein Leben als auszehrend und leer. Traum und Wirklichkeit, Schein und Sein verschränken sich in der Erzählung zu jener einzigartigen Welt- und Selbstwahrnehmung, für die der Ausdruck „kafkaesk“ erfunden wurde. Ob man die Verwandlung nun als rebellischen Akt der Verweigerung, den Ausbruch einer psychischen Krankheit oder surreales Narrenspiel, das die Oberflächlichkeit alltäglicher Lebensverhältnisse bloßstellt, interpretiert - in einer solidarischen Gesellschaft des Mitgefühls würde der „Mistkäfer“ Gregor Samsa wohl kaum erwachen. Nicht unähnlich den persönlichen Erfahrungen des Autors findet weder die Familie noch der Rest der Gesellschaft einen humanen Umgang mit Gregors „Eigentümlichkeit und Fremdheit“. Dabei entfaltet Kafka durch seinen überaus sachlichen Ton eine paradoxe, zuweilen anarchische Komik.

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