Aktion Arbeitsscheu Reich 1938
12+

von Martin Clausen & Kollegen Uraufführung

Am 13. Juni 1938 verschleppen die Nationalsozialisten 10.000 sogenannte Asoziale und Arbeitsscheue in das Arbeitshaus Rummelsburg. "Aktion Arbeitsscheu Reich" heißt die Maßnahme. Systematisch werden die Verhafteten als Arbeitskräfte und Euthanasieopfer missbraucht, bevor sie in Konzentrationslagern vernichtet werden.

In Zusammenarbeit mit dem Historiker Dr. Thomas Irmer und dem Stadtmuseum Lichtenberg leisten Martin Clausen & Kollegen und das THEATER AN DER PARKAUE Pionierarbeit in der Aufarbeitung der Biografien der Marginalisierten und Stigmatisierten. Aus Polizeiprotokollen, Arztberichten, medizinischen Gutachten und dem Nichtvorhandensein von Selbstauskünften entsteht ein Arrangement aus Texten, Stimmen und Schweigen.

Martin Clausen & Kollegen arbeiten an der Schnittstelle von Bewegung, Theater und Musik. In "Aktion Arbeitsscheu Reich 1938" ziehen sie eine Linie bis in die heutige Zeit: Wie veile unterschiedliche Lebensmodelle hält eine Gesellschaft für zulässig? Wie viel normabweichendes Verhalten? In der Begegnung mit Schulverweigerern aus Berlin öffnet sich ein neuer Blick.

gefördert durch: evz

Termine

  • AusverkauftDi, 12. Juni 201810.00 Uhr, Bühne 2 | Barrierefrei, Premiere, Uraufführung

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