Eröffnung Konferenz: Beteiligung

Fachkonferenz für Künstler, Dramaturgen, Kunstvermittler und Theaterpädagogen8. - 9. April 2017

Die Konferenz: Beteiligung im Berliner Prater in der Kastanienallee begibt sich in die Forschung und schickt die Teilnehmenden ins Labor: Wie kann ich neu, fremd, anders, aus der Distanz auf meine Arbeit schauen, wie kann ich mir das sichere Netz wegziehen, damit ich mich selbst in die Lage versetze, Neuland zu betreten?

Gemeinsam mit Dramaturgen, Theaterpädagoginnen, Künstlerinnen, Kunstvermittlern und Interessierten untersuchen wir Formate und Projekte zwischen Künstlern und nicht professionellen Akteuren, die eine partnerschaftliche Zusammenarbeit und Beteiligung zwischen allen anstreben und voraussetzen, dass sich die Beteiligten in die Projekte einschreiben können, ihre Spuren hinterlassen und sie zu den ihren machen.

Wir haben eine Reihe von Experten, Diskutantinnen, Künstlern, Praktikerinnen gefragt, ob sie mit uns gemeinsam in den Rückzugsort einer Konferenz gehen, um anzuhalten,  Erfahrungen zu machen, sich auszutauschen. Wir fragen: Was ist es, was „Beteiligung“ zur Zeit so populär macht? Was steckt hinter dem Begriff oder in ihm? Wo lauern seine Gefahren? Und worin liegt sein Potenzial? Was gilt es zu bedenken, wenn wir von Beteiligung sprechen? Wie lassen sich Herrschaftsräume und Herrschaftswissen zugunsten partnerschaftlichen und kollektiven Arbeitens abbauen? Wie öffnen und bewegen sich die Institutionen für die Eigendynamiken von Beteiligungsprojekten? Wo beginnt interkulturelles Handeln?

PROGRAMM KONFERENZ: BETEILIGUNG

SAMSTAG, 8. APRIL

9.30 – 10.00 Uhr
Akkreditierung im Prater in der Kastanienallee mit Auswahl von Workshops und Ateliers

Aktion für Alle und mit allen mit Lajos Talamonti, Performer, Regisseur, Autor, Mitglied von „Interrobang!“

Input I: Partizipation als Kapital mit Dr. Ariane Götz, Institute for Advanced Sustainability Studies e.V. (IASS Potsdam)
Input II: Lexikon der Beteiligung. Begrifflichkeiten und ihre Hintergründe mit Prof. Dr. Christoph Lutz-Scheurle, FH Dortmund, FB Angewandte Sozialwissenschaften, Kulturwissenschaft - Kunst und Teilhabe
Input III: Risk & Rules, Leerstelle & Plan mit Prof. Dr. Dorothea Hilliger, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig - Institut für Performative Künste und Bildung

Mittagspause

14.30 – 17.00 Uhr
Drei parallel stattfindende Workshops

Workshop I: Die allgemeine Verunsicherung. Ein Loblied auf die Krise mit Mirko Winkel, Bildender Künstlerund Performer
Workshop II: Leerstelle & Plan mit Gob Squad, Performancekunstkollektiv (in englischer Sprache)
Workshop III: Abgeben - ein Workshop zu Kunst, Politik und Community mit Nils Erhard, jugendtheaterbüro Berlin 

18.00 Uhr
Kochlabor für alle Beteiligten mit Sami Bill, Bühnenbildner, Videokünstler und Performer

Bis 23.00 Uhr
Essen und Ausklang 


SONNTAG, 9. APRIL

10.00 Uhr
Welcome Coffee

Input:Verlernen. Drop your tools – or you will die! mit Karsten Trebesch, Berater für Unternehmensentwicklung und Veränderungsmanagement

11.00 – 13.00 Uhr
Fünf parallel laufende Ateliers über Aspekte von Interkulturalität, Herrschaftskonstruktionen, postkoloniale Verhaltensweisen, die Öffnung der Institutionen sowie exklusive und inklusive Räume u.a. mit Dr. Oliver Ess / Hochschule Hannover, Kristina Stang / Berlin Mondiale, Constanze Fischbeck / Videokünstlerin, Bühnen- und Kostümbildnerin

Zehn Thesen für den Weg nach Hause 

Mittagspause 

After-Work-Lounge mit Martin Grünheit von cobratheater.cobra

Ca. 15.00 Uhr
Ende der Konferenz

INFOS UND ANMELDUNG
Kontakt: karola.marsch@parkaue.de
Anmeldung zur Konferenz: besucherservice@parkaue.de


Der Unkostenbeitrag für Verpflegung liegt bei 25 € pro Person. 

Bereits jetzt gibt der Artikel „Verlernen. Drop your tools – or you will die!“ ein anschauliches Beispiel zum Thema “Verlernen”. Er ist mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift für Organisationsentwicklung, Jg. 2001, Heft 1, Seite 4 – 7 entnommen.

Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. 

 

Downloads

Karl E. Weick: Verlernen. Drop your tools – or you will die