Ludwig bzw. Lutz Friedrich

* 07.01.1908 Kleinaugezd (Ujezdecek, Tschechien)† 30.06.1971 Berlin Ludwig bzw. einfach nur Lutz Friedrich widmet einen wesentlichen Teil seiner künstlerischen Tätigkeit dem Kinder- und Jugendtheater. 1926-29 bei Otto Bernstein in Dresden zum Schauspieler ausgebildet, debütiert er anschließend in Teplitz-Schönau. Nach einigen Jahren freischaffender Arbeit wirkt Friedrich ab 1937 in Gera, später sind dann Magdeburg sowie die Städtischen Bühnen und das "Theater der Jungen Welt" in Leipzig weitere Stationen. Nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Regisseur kann er sich nun etablieren. Im Jahre 1957 kommt Lutz Friedrich schließlich an das führende Kinder- und Jugendtheater der DDR, nämlich an das Berliner "Theater der Freundschaft". Er gilt dort als beliebtes Mitglied, erwirbt "durch seine einfache und ungezwungene Haltung sowie durch seine menschliche und herzliche Art die Sympathien aller Kollegen", schreibt Heinrich Lehmer in der "Chronik des Theaters der Freundschaft 1950-1970". Der Chronik ist zu entnehmen, daß Friedrich "bereit war, jungen Schauspielern seinen reichen Erfahrungsschatz beratend mitzuteilen. Seine Liebe zum Kinder- und Jugendtheater sowie sein tiefes Einfühlungsvermögen in die Welt der Kinder und Jugendlichen waren für ihn die unentbehrlichen Voraussetzungen, die ihm übertragenen Rollen mit künstlerischer Meisterschaft [...] zu gestalten." Neben ca. 30 Charakterpartien inszeniert Friedrich mehrere Stücke, darunter "Die Schneekönigin" und "Das blaue Licht". Auch in etlichen Fernsehinszenierungen kann man dem Künstler begegnen. Er gestaltet glaubhaft Werkdirektoren und Professoren, auch als Gastwirt, Kammerdiener, Genossenschaftsbauer oder Steuermann wird er engagiert. Mehrfach taucht er zudem in der frühen Krimireihe "Blaulicht" auf. 1971 stirbt Ludwig Friedrich nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von nur 63 Jahren. (Volker Wachter - Quellen: Ralf Heß; Heinrich Lehmer: Chronik des Theaters der Freundschaft 1950-1970)

Beteiligt an